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Wenn Solarstrom, dann jetzt

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- Modernisierer und Baufamilien, die eine Solaranlage planen, sollten ihr Vorhaben jetzt umsetzen. Denn die Einspeisevergütung könnte kommendes Jahr auslaufen.

Quelle: Ennogie/BHW Bausparkasse

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz sieht einen Förderstopp vor, wenn alle bezuschussten Anlagen in Deutschland zusammen 52 Gigawatt Strom produzieren können. Dem Bundeswirtschaftsministerium zufolge sind derzeit bereits Solaranlagen mit einer Leistungsstärke von rund 47,8 Gigawatt am Netz.

Experten rechnen damit, dass der Förderdeckel voraussichtlich in der ersten Hälfte des kommenden Jahres erreicht sein wird. Wer vorher mit einer Solarstromanlage ans Netz geht, bekommt die ungefähr 10,5 Cent pro eingespeister Kilowattstunde noch für 21 Jahre garantiert. Eine fette Rendite ist das nicht, aber man erhält immerhin die geschätzten Erzeugungskosten zurück.

Sechs Monate Vorlauf

„Wer sich diesen Zuschuss sichern will, muss jetzt tätig werden, denn es steht nicht fest, ob es eine Anschlussförderung geben wird“, rät Thomas Mau von der BHW Bausparkasse. „Dabei sollten Modernisierer berücksichtigen, dass vom Plan bis zur Inbetriebnahme einer Solaranlage in der Regel zwei bis sechs Monate vergehen. Die Zeit drängt also.“

Der Anteil von Photovoltaik an der Stromerzeugung in Deutschland hat sich in den vergangenen zehn Jahren verzehnfacht, allein zwischen 2017 und 2018 ist er um fast 20 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung ist nicht nur dem zunehmenden Umweltbewusstsein geschuldet. „Dank vielfältiger Innovationen sind auch die Kosten für eine PV-Anlage weiter gesunken“, so Mau.

Innovative Solaranlagen

Zudem können private Betreiber die eigene Stromproduktion dank Smart-Home-Lösungen und Speichereinheiten besser ausnutzen als je zuvor. Ein Speicher für selbst erzeugten Strom muss heute nicht einmal mehr physisch auf dem eigenen Grundstück installiert werden, weil immer mehr Stromanbieter Cloud-Lösungen anbieten.

Private Betreiber können den zu viel produzierten Strom ins Netz einspeisen, Guthaben sammeln und später selbst verbrauchen. Verwalten können sie das ganze mit einer App. Bei der Cloud-Lösung gilt es jedoch zu beachten, dass man sich von einem Stromanbieter abhängig macht.